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Aktivsucher Ostsee
Sie haben Ihren Ehering verloren? Die Suche ist nicht hoffnungslos.

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Aktivsucher Ostsee
Scharbeutz
Tel.: 0160 1434110

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Retter in der Not
Wenn ein Schatz verloren geht

Stellen Sie sich vor: Sie verbringen Ihre Flitterwochen bei herrlichstem Wetter an der Ostsee, stürzen sich in die Wellen und stellen plötzlich fest, dass Ihr Ehering nicht mehr am Finger steckt! Ein hoffnungsloser Fall? Nicht unbedingt. Im ganzen Bundesgebiet können Sie sich an die „Aktivsucher“ wenden. Wir sprachen mit Kai Scholz, der in Schleswig–Holstein auf Abruf bereitsteht, um Pechvögeln bei der Suche nach verlorenen Schlüsseln, Ringen und anderen Metallgegenständen zu helfen.

Herr Scholz, seit wann gibt es die Aktivsucher?

Das Hauptnetzwerk (Hamburg) wurde 2003 gegründet und in den letzten Jahren sind viele kleine Netzwerke dazu gekommen, selbst teilweise über die Grenzen Deutschlands hinaus. Das Netzwerk Schleswig Holstein, www.etwas–verloren.de, ist 2004 entstanden und unsere Jungs haben sich hier an der Küste spezialisiert. Wir sind für Verluste in Schleswig Holstein der Ansprechpartner. Auf unser Webseite finden Sie auch unsere anderen Partner wie z.B Berlin oder auf Mallorca.

Welche Probleme können bei der Suche auftreten?

Wer denkt, man schaltet einfach ein Suchgerät ein, der irrt. Selbst ein alter Garten mit Eisenresten ist oft eine Ringfalle. Profis brauchen bei neuen Geräten teilweise Wochen, um Signale zu interpretieren. Deswegen halten wir eine Vermietung für suboptimal und beraten kostenlos und unverbindlich im Vorfeld. Ein Grundsatz eines Aktivsuchers, denn uns verbindet die Leidenschaft am Suchen und der damit verbundenen Hilfe. Wie viele Aktivsucher gibt es? Das kann ich Ihnen leider nicht sagen. Jedes Netzwerk hat seine eigenen Mitglieder. Soweit mir bekannt, sollen es ca. 500 in ganz Deutschland sein. Aber die Zahl steigt stetig. Wir freuen uns über neue Helfer und wer Interesse hat, darf uns gerne anschreiben. Aktivsucher vermitteln immer zum nächsten Kollegen. Es gibt kein Konkurrenzdenken, denn Schnelligkeit ist sehr wichtig. Gerade in der Hauptsaison am Strand.

Kann man von dieser Beschäftigung leben?

Nein (lacht). Wir sind eine Non–Profit–Gemeinschaft, die durch ihr privat finanziertes, kostenintensives Hobby anderen Menschen diese Art von Hilfe ermöglicht. Deswegen beraten wir auch immer frei von Eigennutzen. Die Menschen haben ein Problem, wir versuchen es zu lösen. Wenn beispielsweise ein Suchauftrag unserer Erfahrung nach sinnlos erscheint, sagen wir es ehrlich. Zauberer verkaufen Illusionen, wir bleiben bei den Fakten.

Wer nimmt Ihre Dienste in Anspruch?

Menschen die unsere Adresse kennen. Deswegen ist Ihr Bericht ein wichtiger Ansatz und der Leser sollte sich zur Sicherheit unsere Adresse merken. Wir von Aktivsucher Ostsee vermitteln bundesweit kostenlos. Unsere Rufnummer 0160–1434 110 ist 365 Tage rund um die Uhr erreichbar.

Wie hoch ist Ihre Erfolgsquote?

Das hängt von vielen Faktoren ab. Sagen wir es einmal so: Auf einem privaten Gelände ist die Quote höher als am lebhaften Strand. Gerade am Strand sollte man übrigens niemandem von seinem Verlust berichten. Obwohl wir mit vielen Strandkorbvermietern und Behörden zusammenarbeiten, ist immer Vorsicht geboten. Gerade bei Schmuckstücken mit hohem emotionalen Wert sollte ein Profi angerufen werden. Ich würde keine Experimente mit einem Verleih versuchen.

Was kann wo gefunden werden?

Erst einmal alles aus Metall. Ob ein einfacher Fahrradschlüssel oder ein teurer Platinring: Wir haben dafür Geräte. Auch an Land oder im Flachwasser (1,50m) ist eine Rettung möglich. Wichtig ist es aber, den Bereich eingrenzen zu können. Natürlich können wir einen verlegten Ehering im Haus nicht wiederfinden, wir suchen in Gärten, an Stränden oder Badestellen.

Wie finanzieren Sie sich?

Sagen wir es einmal so, eine Firma wäre pleite. Dieses Projekt lebt von der privaten Finanzierung der Geräte und Webseiten. Wir existieren im wahrsten Sinne durch unsere private Suche und unsere Berufe. Ein Auftragssucher bekommt 10 % Finderlohn beim Sucherfolg. Zudem kommt eine Kostenaufwandspauschale hinzu, welche sich individuell nach vermitteltem Sucher errechnet, um die entstehenden Kosten aufzufangen. Aber darum geht es ja auch nicht... es ist ein Abenteuer.

Was raten Sie Menschen, die ihren Ehering verloren haben?

Sie sollten Ihren Verlust überdenken. Wir haben schon oft erlebt, dass der verlorene Gegenstand woanders als vermutet aufgetaucht ist. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren. Deshalb ist ein Anruf bei uns oft eine indirekte Beruhigungspille. Durch unsere Fragen wird oft ein Aha–Effekt ausgelöst: Die Erinnerung kehrt zurück und wir müssen nicht ausrücken. Das freut uns dann am meisten, obwohl wir gern auch helfen. Deswegen möchte ich auch allen Menschen, die diesen Artikel jetzt lesen sagen, man sollte sich unsere Rufnummer und Webseite einfach abspeichern für die Zukunft. Hängen Sie diesen Artikel an Ihre Pinwand, neben dem Pizza Flyer :–) Irgendwann wird er helfen.

Was gefällt Ihnen an der Arbeit?

Arbeit? Ich würde es nicht als Arbeit bezeichnen. Zumal sich unsere Aufträge auf fast 500 Mitglieder verteilen. Ich glaube, ein Auftragssucher zu sein ist eher eine Berufung, sofern es so etwas gibt. Wir helfen Menschen, das gefällt uns. Ich glaube, das ist auch unsere Triebkraft in den letzten Jahren. Man knüpft Kontakte, die teilweise weit über den Auftrag bestehen bleiben. Interessante Aufträge sind Familienschätze oder Gegenstände, die seit Jahren verschwunden sind; z.B. im eigenen Garten.

Was war die verrückteste Geschichte, die Sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit erlebt haben?

Eine junge Frau rief uns an. Ihre kürzlich verstorbene Mutter hatte ihren und den Ehering des ebenfalls kurz vorher verstorben Ehemanns an der gemeinsamen Lieblingsstelle im Garten tief vergraben. Die Mutter war an Demenz erkrankt und so konnte keiner mehr die Stelle erfahren. Die Tochter hatte sehr spät einen wundervollen Partner gefunden und wollte nun diese Ringe von uns suchen lassen. Das Grundstück war mehrere hundert Quadratmeter groß. Ein ganzes Team durchsuchte den Garten mehrere Tage. Am letzten Tag, die Stimmung war schon unten, fiel einem Sucher ein verwittertes eingeritztes Herz an einem Baum auf. Ein kleines Loch im Baum wurde mit einem Detektor abgesucht und wir bekamen ein klares Goldsignal. Dann wurde es mit einer Endoskopie prospektiert. Als die beiden Ringe auf dem kleinen Monitor auftauchten, war der Jubel groß. Das gesamte Team wurde eingeladen und es war eine wunderbare Feier mit neuen Ringen aus alten Material.

Was war Ihr größter Schatz?

Meine Frau, die ich allerdings ohne Suchgerät gefunden habe. Sie verschafft mir die nötige Balance im manchmal aufregenden Schatzsucher–Leben.